Wagenladungsverkehr

Was bedeutet Wagenladungsverkehr?

Als Wagenladungsverkehr werden alle konventionellen Transporte von einzelnen Wagen oder Wagengruppen (jedoch kleiner als eine Ganzzugsladung) auf der Schiene bezeichnet. 

Eckdaten des Wagenladungsverkehrs (Stand 2015)

  • Mehr als 12.000 Bedienpunkte stehen in Europa zur Verfügung
  • Der Wagenladungsverkehr macht 25–30 % (gemessen in tkm) der gesamten europäischen Schienengütertransporte aus (Quelle: Eurostat / Länderberichte )
  • Rund zwei Drittel des gesamten Wagenladungsverkehrs in Europa sind grenzüberschreitend
  • Der Wagenladungsverkehr ist mit Abstand die umweltfreundlichste und nachhaltigste Transportart über Land

Wie funktioniert Wagenladungsverkehr?

Ein Wagenladungsverkehr setzt sich grundsätzlich zusammen aus der Beladung der Einzelwagen oder Wagengruppen am Ursprungsort, dem Transfer zum Sammelpunkt, der Bündelung unterschiedlicher Wagen und Wagengruppen zu Ganzzügen in Rangierbahnhöfen sowie der Verteilung der Wagen an ihre endgültigen Zieldestination.

Services im Wagenladungsverkehr

  • Mögliche Zugangspunkte für Wagenladungsverkehre sind Abstell- oder Nebengleise, öffentliche Frachtstationen, Terminals oder Bahnhöfe sowie Binnenhäfen mit Anschlussgleisen
  • Die Beladung der Einzelwagen oder Wagengruppen am Ursprungsort bzw. deren Distribution am endgültigen Bestimmungsort wird durch die Serviceteams des jeweiligen lokalen Güterbahnunternehmens durchgeführt
  • Die Sortierung und Gruppierung der Wagen findet entweder in Rangierbahnhöfen, in denen die Züge separiert und neu zusammengestellt werden oder in kleineren Gleisanlagen, in denen Wagen einzeln rangiert werden können, statt
  • Grenzüberschreitende Linienzüge verbinden regelmäßig die Rangierbahnhöfe und bilden die Basis des internationalen Wagenladungsnetzwerkes
  • Ergänzende Serviceleistungen, wie z. B. Track & Trace, Zollabwicklung oder Wiegen, werden den Kundenanforderungen entsprechend angeboten